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Junge Ingenieure schnuppern Formel-1-Luft

29 April 2009 Von: Motorsport-Total.com GmbH

In Hannover findet derzeit das Bundesfinale des Jungforscherwettbewerbs "Formel 1 in der Schule" statt - Hightech im Maßstab 1:24

Das Panasonic-Racing-Team schickt in Hannover diesen Boliden an den Start. © Panasonic Racing

Das Panasonic-Racing-Team möchte zur Weltmeisterschaft nach London fliegen. © Panasonic Racing

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone mit dem Boliden des Panasonic-Racing-Teams. © Panasonic Racing

Von 28. bis 29. April findet in Hannover die dritte Deutsche Meisterschaft des internationalen Schülerwettbewerbs Formel 1 in der Schule statt. Ziel des Wettbewerbs ist es, die Faszination, die von der Formel 1 ausgeht, zu nutzen, um Schüler zu motivieren, ingenieurstechnische Berufe zu ergreifen.

Die Schüler bilden Teams aus drei bis sechs Personen und konstruieren einen Miniaturboliden im Maßstab 1:24, der mithilfe einer Kohlensäurepatrone eine 20 Meter lange Bahn zurücklegt. Neben der Konstruktion am Computer fertigen die Schüler ihr Fahrzeug mithilfe modernster Fräsen, erstellen einen Businessplan und akquirieren Sponsoren.

Insgesamt nahmen dieses Jahr in Deutschland über 100 Teams teil. In den vergangenen Wochen konnten sich 21 Teilnehmer für den Bundesausscheid qualifizieren und kämpfen nun darum, Deutschland bei der Weltmeisterschaft in London vertreten zu dürfen. Dem Sieger winkt dort ein hochdotiertes Stipendium an der Londoner City-University.

Einer der Favoriten auf den Titel, das Panasonic-Racing-Team kommt selbst aus Hannover und möchte in diesem Jahr voll angreifen. Das erklärte Ziel ist das Rennen um die Deutsche Meisterschaft und daran arbeiten die drei Jungs schon seit über einem Jahr.

Um ihrem Wagen den nötigen Vorsprung zu sichern, setzt man auf eine elastische Achse, die Bodenwellen auf der Fahrbahn abfedert und über ein ausgeklügeltes Dämpfersystem absorbiert. Diese Lösung ist von der Formel 1 inspiriert: Seit einigen Jahren schon wird dort ein Teil der Federung durch die Kohlefaserquerlenker übernommen.

An der Aerodynamik des Flitzers, des sogenannten vr-03, wurde lange gefeilt. Neben zahlreichen Strömungssimulationen stand auch ein Windkanaltest beim in Köln stationierten Toyota-Formel-1-Team auf dem Programm, welches das Team in allen Bereichen mit Rat und Tat zur Seite steht.

Selbst das heilige Fahrerlager ist vor ihnen nicht sicher. Dort waren die drei Jungingenieure auch schon und haben Fotos von Motorsportgrößen wie Bernie Ecclestone, Ron Dennis und Sebastian Vettel mit ihrem Boliden gemacht. Diese Bilder dienten als Grundlage für eine PR-Aktion, die dem Team Aufmerksamkeit und damit Sponsoren bescherte.

Doch noch weiß niemand, wo er genau steht, und die Teams haben die kurze Pause zwischen dem Regional- und dem Bundeswettbewerb genutzt, um ihre Wagen noch weiter zu verbessern. Es bleibt also spannend, wer den Titel holt und zur WM fährt.