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3D-Modellauto auf der Rennstrecke

13 Dezember 2020 Von: Rebekka Bösinger, Schwarzwälder Bote

Foto: Kaspar Schwarzwälder Bote


Beim Projekt "Formel 1 in der Schule" hat im September die Deutsche Meisterschaft in Heilbronn stattgefunden. Das diesjährige Schülerteam "Cubic Racing" des TSG hat als allererste Gruppe aus St. Georgen daran teilgenommen.

St. Georgen . Über eine 20 Meter lange Rennbahn rasen die Formel-1-Wagen in Miniaturformat und konkurrieren um den ersten Platz. Was zunächst wie ein Spieleparadies für Autofans aussieht, ist in Wahrheit ein internationaler Technologie-Wett­bewerb, bei dem Schüler einen Miniatur- Rennwagen am Computer entwickeln, fertigen und anschließend ins Rennen schicken. Das Ziel des Projekts ist es, die von der "großen" Formel 1 ausgehende Faszination zu nutzen, um für die Jugend einen Einblick in Produktentwicklung, Technologie und Wissenschaft zu verbessern und berufliche Laufbahnen in der Technik aufzeigen zu können.

Mehr als begeistert war das Team Cubic Racing aus dem Thomas-Strittmatter-Gymnasium (TSG), welches das Bundesland Baden-Württemberg bei der Meisterschaft vertreten durfte. Sie waren das erste Team aus St. Georgen, das es je so weit in diesem Wettbewerb geschafft hat.

Team erreicht einen stolzen achten Platz

Das Team besteht aus Luca Granata und Luca Sergio, die für die Autokonstruktion, Softwareentwicklung und alle physikalischen Überlegungen verantwortlich sind. Louisa Broghammer und Johannes Kaspar kümmern sich derweil um die Ressourcen, Finanzen und Sponsoren des Teams. Für die Wirkung nach außen sorgt Florian Falk. Er gestaltet das Portfolios sowie die Social-Media-Seiten. Noah Schneider ist dann derjenige, der alle Bereiche zusammenhält und koordiniert. Er behält den Zeitplan im Auge und sorgt dafür, dass "Cubic Racing" in seiner besten Verfassung am Wettbewerb teilnimmt.

Das war bereits beim Landeswettbewerb der Fall gewesen, den sie haushoch gewonnen hatten. Damit hatten sie den nächsten Schritt zur Deutschen Meisterschaft erfolgreich geschafft und bereits darauf war man unfassbar stolz, erzählte Noah Schneider.

Mitte September ging es dann wieder richtig zur Sache. Im Rahmen des Wettbewerbs wurde nicht nur die Schnelligkeit der Modelle bewertet. Die elf teilnehmenden Teams mussten sich ein vielfältiges Konzept überlegen und dieses genau ausarbeiten.

Zu den fünf-, zu bewertenden Kategorien gehört eine achtminütige Präsentation des Projekts vor einer Jury, die Ausgestaltung eines Teamstands, ein Portfolio des Projekts, die Konstruktion des Rennwagens, sowie die Schnelligkeit des Autos auf einer 20 Meter langen Strecke. Alle Bereiche ergeben zum Schluss die Gesamtbewertung.

Dabei erreichte "Cubic Racing" den achten Platz. Damit sei man zufrieden, man wolle sich aber nicht auf dem Erfolg ausruhen, sondern direkt weiterarbeiten. "Wir wollen immer besser werden", meint Schneider. Deshalb beginnen die Zehntklässler bereits jetzt wieder mit der Nachbereitung der vorherigen Saison, um sich neue Ziele zu stecken.

Traum von der Weltmeisterschaft

Ein großer Traum der Gruppe ist es, es zur Weltmeisterschaft zu schaffen. Die Gewinner des vorherigen Jahres hätten von ihren Erfahrungen beim Wettbewerb in Abu Dhabi berichtet und auch das diesjährige Team sei nun für die Weltmeisterschaft in Melbourne qualifiziert. Der Ehrgeiz der Gruppe ist groß, weshalb sie ihr Bestes geben, um irgendwann auch von der Weltreise berichten zu können.

Doch bereits jetzt haben sie wertvolle Erfahrungen mitgenommen. "Man hat sehr viel lernen können", reflektiert Granata. Nicht nur fachliche Kenntnisse, sondern auch die Arbeit mit vielen Faktoren wäre sehr lehrreich gewesen und auch Kaspar bestätigte, dass man durch die vielfältige Arbeit im Team einiges für die Zukunft gelernt hätte. Auch während der Vorbereitungszeit hätte man bereits wie eine richtige Unternehmergruppe einer Firma gearbeitet und dabei viel Verantwortung übernommen.

Unterstützung von Lehrern und Sponsoren

Die größte Herausforderung für die Schüler ist es, das Projekt gänzlich in ihrer Freizeit zu betreiben. "Es gibt immer etwas zu optimieren, man hat eigentlich nie Feierabend", meint Noah Schneider. Da kommen schon einmal einige Termine zusammen und das Zeitmanagement sei deshalb oftmals etwas schwierig.

Besonders hervorheben wollen die Schüler den Einsatz ihrer beiden Betreuer, den Lehrern Jörg Zimmermann und Alexander Mosbacher des TSG. Sie würden ihnen ihre Arbeit und Hilfe sehr hoch anrechnen, die beide ebenfalls in ihrer Freizeit erledigen. "Ohne sie wäre das alles hier nicht möglich", betonte Schneider. Das bestätigte das gesamte Team.

Zudem wäre auch die Gruppe aus dem vergangenen Jahr und die Sponsoren aus dem Technologiezentrum eine große Stütze gewesen und hätte den Mitgliedern mit ihrer Erfahrung mit Rat und Tat zur Seite gestanden.

Die sechs zielstrebigen Teammitglieder bereiten sich nun schon für die nächste Saison vor, um sich im nächsten Jahr dann für die Weltmeisterschaft zu qualifizieren.