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Doppeltes Kugellager brachte Bohmter Schülern Konstruktionspreis

18 April 2011 Von: Christa Bechtel, Neue Osnabrücker Zeitung

cb Bohmte. „Ich war überrascht, denn damit hatte ich nicht gerechnet, dass wir den Konstruktionspreis gewinnen, da wir ja das erste Mal mitgemacht haben“, schwärmt Tom Hartmann, Schüler der 8r der Bohmter Haupt- und Realschule, immer noch.

Foto: Christa Bechtel

Unter dem schlagkräftigen Namen „Lifestyle-Racer“ hatten er und seine Mitschüler Jan Knostmann, Rica Broscheit, Ulrich Herzke, Tobias Joachimmeyer und Bernd Piening sich an den niedersächsischen Landesmeisterschaften in Oldenburg im Rahmen des internationalen Technologiewettbewerbs „Formel 1 in der Schule“ beteiligt – und kamen mit ihrer Konstruktion prompt auf Platz eins!

Dieser wurde in fast 40 Nationen durchgeführt; den Konstruktionswettbewerb schrieb die Stiftung Nordmetall Hamburg aus (wir berichteten). Als zweites Bohmter Team beteiligte sich die 10r, die sich „The Flameables“ nannten. „Bei der Landesmeisterschaft gab es vier Preise zu gewinnen: den Gesamtsieg, das schnellste Auto, die beste Konstruktion und einen Innovationspreis“, verdeutlicht Technik-Lehrer Hubert Bensmann. In der Gesamtwertung hätten sich beide Bohmter Teams im Mittelfeld bewegt; die Lifestyle-Racer kamen auf Platz fünf, die Flameables auf den siebten. „Dass wir uns nicht weiter vorne platzieren konnten, lag daran, dass wir gewichtsmäßig noch nicht optimal arbeiten. Wir hatten zwar eine Zeit von 1,4 Sekunden, aber der Sieger lag bei 1,1 Sekunden“, gibt Bensmann zu.

Damit die Schülerinnen und Schüler überhaupt teilnehmen konnten, mussten sie vorab einige Hürden bewältigen. „Das war für uns eine echte Herausforderung“, weist Bensmann auf die hochwertige Lackierung des Lifestyle-Racer-Wagens in Grün-Schwarz. Versuche mit Probeanstrichen oder aus der Spraydose seien fruchtlos erfolgt. „Denn das grobporige Holz des Rohlings saugte die Farbe sofort auf“, erläutert der Technik-Lehrer. Letztendlich wusste die Berufsbildende Schule (BBS) Melle Rat; Praxislehrer Wilfried Buss fand mit seinen Kollegen die passende Grundierung. Designer Bernd Piening vervollständigte dann gemeinsam mit seinem Vater den Rennwagen.

Eine zweite Herausforderung sei die Installierung der Räder gewesen. „Es gab für dieses Fahrzeug keine“, betont Bensmann, der die Firma Kesseböhmer hinzuzog. Bert Martinpott, Ausbildungsleiter der Firma, habe die zündende Idee gehabt, nachdem er sich zuvor mit dem Konstrukteur und dem Produktdesigner getroffen hatte. So bekamen die Räder ein doppeltes Kugellager, „mit dem wir beim Wettbewerb großen Eindruck hinterlassen haben“, sagt Bensmann strahlend. Abschließend kamen noch die Sponsoren – Oldenburgische Landesbank (OLB), Spedition Decker, Damme, Firma Kesseböhmer, Bad Essen, und Oevermann GmbH Elektro-Heizung, Bohmte – auf das Fahrzeug.

Die „Flameables“ wurden übrigens unter anderem von Hubert Brörmann, Bohmte, gesponsert, der das Fahrzeug in Rot-Schwarz zurzeit in seinem Schaufenster ausstellt. „Die 8r wird im kommenden Jahr auf jeden Fall wieder an dem Wettbewerb teilnehmen“, signalisiert Hubert Bensmann bereits voller Vorfreude.